High Performance Computing

Hochleistungsrechner dienen der Bewältigung komplexer Fragen der wissenschaftlichen Grundlagenforschung und der Erforschung aktueller gesellschaftsrelevanter Themen, indem sie Aufgaben numerischer Art oder der Mustererkennung lösen bzw. fotorealistische 3D-Darstellungen ermöglichen. Die Visualisierung dient dabei der Anpassung der riesigen Datenmengen an die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit.

Die Simulations-Ergebnisse ermöglichen dem Forscher neben der Theorie und dem Experiment, eine dritte Säule der Festigung von Ergebnissen zu etablieren.

Typische Anwendungsbereiche sind Bio-Informatik, Crash-Simulationen, Genomforschung, Finite Elemente Simulationen, Strömungs-Analysen und Quantenmechanik, um nur einige Bereiche der Forschungsvorhaben der TU Graz zu erwähnen.

Am Zentralen Informatikdienst der TU Graz stehen der Forschung verschiedene Hochleistungsrechensysteme, verbunden mit der notwendigen Infrastruktur (Backup, Datenspeicherung, Klima- u. ausfallsichere Stromversorgung, Netzwerk, Software) und Systemadministration zur Verfügung.

Im Service-Katalog des ZID sind die Nutzungsmöglichkeiten der Ressourcen des Hochleistungsrechnen beschrieben.

Welche 64 Bit Linux-Cluster bzw. Rechen-Nodes sind an der TU Graz verfügbar?

Am ZID finden sich mehrere aktuelle und hochperformante Debian Linux-Systeme.

Wie erfolgt die Accountvergabe zur Nutzung?

Die Accounts zu den Systemen an der TU Graz werden im Rahmen eines Service Angebotes vergeben. Die Accounts werden nur berechtigten Nutzern gewährt, sind personengebunden und dürfen nicht weitergegeben werden!

Ansuchen für einen Account erfolgen über einen Shibboleth-Login am Linux-Cluster bzw. formlos per E-Mail zur Nutzung eines Rechen-Nodes (GPU u.a.).

Für eine Nutzung des VSC in Wien ist ein Projektantrag einzureichen; die Authentifizierung erfolgt via Shibboleth mit ihrem TUGRAZonline-Account. Nach Beantragung findet eine Begutachtung statt, so dass eine Empfehlung an das Steering Committee des VSC ausgesprochen werden kann. Nach erfolgter Genehmigung kann der Cluster des VSC genutzt werden.

Welche Kosten entstehen durch die Nutzung?

Die Softwarelizenzkosten einiger Produkte und teilweise auch die Rechenzeit wird den Instituten gemäß getroffener Vereinbarung in Rechnung gestellt.

Werden die Systeme automatisch überwacht?

Alle Cluster an der TU Graz werden durch ein Nagios überwacht; dies schließt alle Hardwarekomponenten sowie Speicherplatzausnutzung und Queueing-Systeme ein.

Eine Alarmierung der Sysadmins erfolgt per SMS oder E-Mail.

Zusätzlich gibt es ein Frühwarnsystem zur Überwachung der Serverrauminfratsruktur.

Erfolgt eine automatische Datensicherung der Anwenderdaten?

Auf allen zentralen Rechen-Systemen ist eine Datensicherung eingerichtet, die für eine Systemwiederherstellung vorgesehen ist.

Aufgrund der sehr großen Datenmengen von wissenschaftlichen Berechnungen werden Anwender-Daten jedoch nicht gesichert!

Gibt es einen Support für die Nutzer dieser Systeme?

Der Linux-Support der TU Graz hilft ihnen nach der Einrichtung ihres lokalen Accounts bei der Software-Installation und führt eine Einweisung in die Nutzung des Queueing-System durch. Darüber hinaus werden diverse Programme und Libraries vorkonfiguriert und gewartet.

Der Support für die VSC-Systeme in Wien erfolgt durch die TU Wien. Bitte geben sie bei Anfragen immer ihren Usernamen, Clusternamen, Job-ID und den Pfad der verwendeten Script-Datei an. Die Benutzerdokumentation enthält alle weiteren wichtigen Informationen zu den Systemen.

Welche Software wird auf den HPC Systemen eingesetzt?

Die an der TU Graz verfügbaren Produkte sind in dieser Softwareliste geführt. Am VSC installierte Produkte ersieht man in der VSC Benutzerdokumentation.

Welche UNIX-Systeme gibt es für das HLR?

Umfragen bei den Anwendern an der TU zeigten, dass die meisten Anwender ihre Software in den vergangenen Jahren auf Linux-Systeme portiert haben und daher lediglich Bedarf an zusätzlichen Linux-Cluster-Ressourcen besteht.

Aus diesem Grund hat die Universitätsleitung strategisch die Förderung von zentralen Linux-Clustern für die TU Graz festgelegt. Es soll weiterhin für das pre- und postprocessing sowie für spezielle Anwender eine entsprechende lokale Infrastruktur erhalten und ausgebaut werden.

Zur Abdeckung von Spitzenrechenleistung stehen Rechenressourcen im Rahmen der österreichischen Initiative VSC zur Verfügung.